Volksbegehren Artenvielfalt: Konkrete Vorschläge für zusätzlichen Maßnahmen

Trägerkreis fordert von der Staatsregierung die Umsetzung der am Runden Tisch entwickelten Ergänzungsvorschläge für das Begleitgesetz

München/Hilpoltstein, 08.04.2019 - Der Trägerkreis Volksbegehren Artenvielfalt - "Rettet die Bienen!" fordert von der Bayerischen Staatsregierung eine angemessene Berücksichtigung der Verbesserungsvorschläge, die bei den von Alois Glück geleiteten Arbeitsgruppen zum Runden Tisch Artenvielfalt entwickelt wurden. "Bei den sich überschlagenden Ereignissen der letzten Wochen müssen Inhalte vor Inszenierung gehen", so Agnes Becker, Beauftragte des Volksbegehrens und Stellvertretende Vorsitzende der ÖDP Bayern vor der kurzfristig für Dienstag angesetzten Kabinetts-Pressekonferenz zum Artenschutz. Der Trägerkreis hat deshalb heute eine Reihe von Ergänzungsforderungen formuliert, die das von Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) angekündigte "Volksbegehren plus" ermöglichen sollen. Exemplarisch nennen die vier Sprecher des Trägerkreises Maßnahmen aus den Bereichen Waldschutz, Moorschutz, kommunaler Umweltschutz und Vollzug des Naturschutzgesetzes.

Dr. Norbert Schäffer, Vorsitzender des LBV: "Für den Schutz unserer biologischen Vielfalt im Wald sind vor allem auch nutzungsfrei Flächen zwingend erforderlich. Im Koalitionsvertrag findet sich schon jetzt die Verpflichtung `dauerhaft rund 10 % der staatlichen Waldflächen als nutzungsfreie Naturschutzflächen und Naturwaldflächen von der forstwirtschaftlichen Nutzung' auszunehmen. Als Fachverband fordert der LBV, dass diese Flächen über die verschiedenen Naturräume in Bayern verteilt ausgewiesen werden. Große, nutzungsfreie Schutzgebiete im Auwald an der Donau sowie im Laubwald, insbesondere Steigerwald und Spessart, müssen unbedingt Teil hiervon sein."

Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender der Landtags-Grünen: "Das angekündigte 'Plus' für mehr Artenschutz fehlt bis jetzt noch. Es bedeutet neben zusätzlichen Maßnahmen zwangsläufig ein Plus von 100 Stellen beim Personal an den Unteren und Höheren Naturschutzbehörden. Damit wir das künftige Naturschutzgesetz erfolgreich vollziehen können, brauchen wir kompetente Beratung der Akteure und Kontrolle bei der Umsetzung.

Richard Mergner, Landesvorsitzender BUND Naturschutz in Bayern: "Gemeinden und Landkreise müssen ihre Grünflächen im Sinne des Artenschutzes bewirtschaften. Hierbei soll auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet und soweit nötig die Düngung auf ein die natürliche Artenvielfalt erhaltendes Maß reduziert werden. Bei der Neuanlage von Blühflächen ist regional spezifisches Saatgut zu verwenden."

Agnes Becker, Beauftragte des Volksbegehrens und stellvertretende ÖDP-Landesvorsitzende:"Die SchülerInnen rufen jeden Freitag nach Zukunft und demonstrieren für mehr Klimaschutz. Das ist toll! Moore sind immens wichtig für Klimaschutz und Artenvielfalt. Der Schutz der letzten Moore, die wir in Bayern überhaupt noch haben, muss endlich gewährleistet werden. Wir fordern: Keine weiteren Grundwasserabsenkungen und keine ackerbauliche Nutzung mehr auf Moorböden.Damit Zukunft bleibt."

Vorschläge des Trägerkreises "Volksbegehren Artenvielfalt - Rettet die Bienen!" für weitere Maßnahmen und Initiativen zum Erhalt der Biodiversität in Bayern finden Sie anbei.


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